the other side of life
Archive for September, 2008
freeRADIUS & DD-WRT mit WPA2 und Windows XP – Teil 2
Sep 16th
So nach dem wir nun dem freeRADIUS EAP & TLS u.s.w beigebracht haben, können wir nun den Router konfigurieren. In meinem Fall ist das das Linksys WRT54GL mit DD-WRT v24.
Als erstes Loggen wir uns auf dem Router ein. Klicken dann auf Wireless und dann auf Wireless Security. Dort wählen wir WPA2 Enterprise aus. Nun müssen wir unseren Server eintragen, wo wir gerade freeRADIUS installiert haben. Desweiteren brauchen wir das RADIUS Shared Secret. Hier denken wir uns ein Passwort aus. Diese müssen wir später in die Konfiguration des freeRADIUS Servers eintragen. Port und Key Renewal Interval können wir so belassen. Fertig – der Router fragt nun immer den Radius-Server wenn sich ein Client anmelden möchte. Teilweise muss man den WPA Algorithms auf TKIP umstellen. Zum Anfang können wir es auch machen und stellen es später dann wieder AES um. TKIP unterstützen eigentlich alle WLAN-Karten, und somit haben wir für den Anfang schon ein Fehlerpunkt ausgeräumt.
Wenn jemand schon ein CA hat, sollte jetzt für den User und den Server Zertifikate ausstellen. Sollte noch keine CA ( Certificate Authority ) vorhanden sein, erstellen wir uns nun ein. Wir wechseln in der Verzeichnis /usr/lib/ssl/misc und dort passen wir den Eintrag CATOP=./devnu11CA entsprechend unseren Vorstellungen an. Wenn wir fertig sind, reicht ein Aufruf von ./CA.sh -newca im Verzeichnis. Alle Fragen beantwortet ? Dann können wir mit
openssl req -new -nodes -keyout server.key.pem -out server.req.pem
den Request für das Zertifikat vom Server erstellen. Nur nur signieren und wir haben das Zertifikat für den Server.
openssl ca -out server.cert.pem -infiles ./server.req.pem
hier werden wir nun nach der Passphrase gefragt, die wir beim erstellen unserer CA eingetippt haben. Das gleich machen wir nun für den Client.
openssl req -new -nodes -keyout rmichel.key.pem -out rmichel.req.pem
openssl ca -out rmichel.cert.pem -infiles ./rmichel.req.pem
Das server.cert.pem und das cacert.pem kopieren wir nun nach /etc/freeradius/certs. Dort ändern wir den Besitzer mit
chown root:freerad *.pem
und ändern auch die Zugriffsrechte auf 440 mit
chmod 440 *.pem
Jetzt sind wir fast fertig. Nun müssen wir noch den freeRADIUS einrichten. Dazu nach /etc/freeradius/certs wechseln und
openssl dhparam -check -text -5 512 -out dh
dd if=/dev/urandom of=random count=2
ausführen. Beides dient der TLS Verschlüsselung. Danach editieren wir dann die /etc/freeradius/clients.conf und fügen die folgenden Zeilen hinzu
client 192.168.26.254/24 {
secret = passwort
shortname = wrt54gl
nastype = other
}
Hier ist steht die IP Adresse des WLAN Accesspoints, das RADIUS Shared Secret was wir schon im Accesspoint eingetragen haben und noch ein Alias. Dann öffnen wir die /etc/freeradius/eap.conf. Nun passen wir folgende EInträge an
default_eap_type = tls
private_key_file = ${certdir}/server.key.pem
certificate_file = ${certdir}/server.cert.pem
CA_file = ${cadir}/cacert.pem
Damit sollte der RADIUS-Server fertig sein. Einfach mal mit freeradius -X testen ob der Server startet (Sollte er eigentlich
)
Nun müssen wir noch fix unser Client-Zertifikat in das PKCS12-Format umwandeln mit
openssl pkcs12 -nodes -export -in rmichel.cert.pem -inkey rmichel.key.pem -out rmichel.cert.p12 -clcerts
Das müsst ihr zusammen mit dem cacert.pem auf einen USB-Stick kopieren oder gleich auf den Windows Rechner. Das war’s ! Wir sind mit dem RADIUS-Server fertig.
Nun sind wir auf dem Windows-Rechner, und starten über Start->Ausführen->mmc die Microsoft-Mangment-Console, kurs mmc. Dort auf Datei->Snap-In hinzufügen und dann auf Hinzufügen…. Dann nach unten Scrollen und Zertifikate hinzufügen und Eigenes Benutzerkonto auswählen. Jetzt fügen wir das cacert.pem mit Rechtsklick auf Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen->Alle Aufgabe->Importieren ein. Das USERNAME.cert.pem über Rechtsklick Eigene Zertifikate->Alle Aufgabe->Importieren und hier fragt Windows nach der Passpharse.
Lediglich das passende WLAN muss noch eingerichtet werden. Auf Start->Einstellungen->Netzwerkverbindungen->Drahtlose Netzwerkverbindung Rechtsklick und Verfügbare drahtlose Netzwerke anzeigen. Im Infofenster Drahtlosnetzwerk für Heim- bzw. kleines Firmennetzwerk einrichten anklicken. Nun tragen Sie die SSID ein, und stellen WPA2 ein. Datenverschlüsselung TKIP und der EAP-Typ auf Smartcard oder anderes Zertifikat einstellen. Wenn alles geklappt hat sollten wir jetzt in der Ausgabe von freeRADIUS (welches wir ja mit freeradius -X gestarten haben) eine paar Meldungen sehen, und auf dem Windows-Client eine erfolgreich verbunden WLAN-Verbindung.
Done.
Bei Fragen einfach ein Kommentar hinterlassen. Ich werde versuchen zuhelfen
freeRADIUS & DD-WRT mit WPA2 und Windows XP – Teil 1
Sep 16th
RADIUS steht für Remote Authentication Dial In User Service und ist ein Triple-A-System (Authentifizierung, Autorisierung und Accounting). Dieser kann in einem WLAN als zentraler Authentifizierungsserver dienen und genau dass will ich hier mal dokumentieren !
Da ich Zertifikate einsetzen wollte, musste ich erstmal den freeRADIUS unter Debian Etch/Lenny neubauen, weil dieser keine TLS/EAP/PEAP/TTLS Unterstützung hat (Lizenzproblem mit OpenSSL). Also kurz hier vorbeischauen und Links unter “Source package” auf *.dsc, *.orig und *.diff klicken um den Quellcode runterzuladen. Diesen nach /usr/src kopieren und mit dpkg-source -x *.dsc entpacken. Mit ls -l prüfen ob folgender Ordner existiert “freeradius-2.0.4+dfsg” (Stand 11.09.08)
Nun kann man mit einem Blick in debian/control sehen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen (Build-Depends), damit wir das Paket neubauen können.
autotools-dev, debhelper (>= 6.0.7), libgdbm-dev, libiodbc2-dev, libkrb5-dev, libldap2-dev, libltdl3-dev, libmysqlclient15-dev | libmysqlclient-dev, libpam0g-dev, libpcap-dev, libperl-dev, libpq-dev, libsasl2-dev, libsnmp-dev, libtool, python-dev
Zu diesen Paketen kommt noch die libssl-dev, die wir jetzt gleich an das Zeilenende von Build-Depends mit anhängen. Die Zeile sollte dann wie folgt aussehen
Source: freeradius
Build-Depends: autotools-dev, debhelper (>= 6.0.7), libgdbm-dev, libiodbc2-dev, libkrb5-dev, libldap2-dev, libltdl3-dev, libmysqlclient15-dev | libmysqlclient-dev, libpam0g-dev, libpcap-dev, libperl-dev, libpq-dev, libsasl2-dev, libsnmp-dev, libtool, python-dev, libssl-dev
Section: net
Jetzt einfach ein
aptitude install autotools-dev debhelper libgdbm-dev libiodbc2-dev libkrb5-dev libldap2-dev libltdl3-dev libmysqlclient-dev libpam0g-dev libpcap-dev libperl-dev libpq-dev libsasl2-dev libsnmp-dev libtool python-dev libssl-dev
Wenn das fertig ist, können wir uns mit einem Editor die debian/rules ansehen. Hier alles von –without-rlm_eap-* zu –with-rlm_eap-* ändern außer –without-rlm_eap_tnc, dass bitte so lassen. Das gleiche auch mit –without-openssl und wahlweise noch mit –without-rlm_otp. Dann suchen wir noch in der rules den Anschnitt
for pkg in ${pkgs} ; do \
if dh_shlibdeps -p $$pkg -- -O 2>/dev/null | grep -q libssl; then \
echo "$$pkg links to openssl" ;\
exit 1 ;\
fi ;\
done
und entfernen diesen. Wenn ich/wir nichts vergessen haben dann in das freeradius Verzeichnis wechseln und dpkg-buildpackage -uc -us ausführen. Am Ende sollten wir in /usr/src unsere Pakete vorfinden. Hier meine Liste
root@build debian [0] # ll
insgesamt 2,2M
-rw-r--r-- 1 root root 201K 2008-09-09 10:11 freeradius-common_2.0.4+dfsg-7_all.deb
-rw-r--r-- 1 root root 927K 2008-09-09 10:11 freeradius-dbg_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 127K 2008-09-09 10:11 freeradius-dialupadmin_2.0.4+dfsg-7_all.deb
-rw-r--r-- 1 root root 17K 2008-09-09 10:11 freeradius-iodbc_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 18K 2008-09-09 10:11 freeradius-krb5_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 34K 2008-09-09 10:11 freeradius-ldap_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 25K 2008-09-09 10:11 freeradius-mysql_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 36K 2008-09-09 10:11 freeradius-postgresql_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 72K 2008-09-09 10:11 freeradius-utils_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 5,3K 2008-09-09 10:11 freeradius_2.0.4+dfsg-7.diff.gz
-rw-r--r-- 1 root root 1,3K 2008-09-09 10:11 freeradius_2.0.4+dfsg-7.dsc
-rw-r--r-- 1 root root 5,3K 2008-09-09 10:11 freeradius_2.0.4+dfsg-7_i386.changes
-rw-r--r-- 1 root root 503K 2008-09-09 10:11 freeradius_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 102K 2008-09-09 10:11 libfreeradius-dev_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
-rw-r--r-- 1 root root 84K 2008-09-09 10:11 libfreeradius2_2.0.4+dfsg-7_i386.deb
Diese könnte etwas anderst aussehen, sollte aber bis auf die Versionsnummer vollständig sein.
Für die Schreibfaulen: Hier die diff für die Änderungen. Runterladen, dann in das freeradius Verzeichnis wechseln und dann patch -p1 -i ../pfad/zur/diff ausführen.
Nun können wir unseren RADIUS Server mit
dpkg -i freeradius_2.0.4+dfsg-6_i386.deb freeradius-common_2.0.4+dfsg-6_all.deb freeradius-utils_2.0.4+dfsg-6_i386.deb libfreeradius2_2.0.4+dfsg-6_i386.deb
einfach installieren. Bei Fragen, Fehlern oder Anmerkungen einfach einen Kommentar da lassen.
Auf die Pakete kann auch via
deb ftp://zion.devnu11.net/ unstable main contrib non-free
zugegriffen werden.
IBM/Lenovo Thinkpad R61 und die WLAN-LED
Sep 8th
Habe mich letzte Woche ran gemacht, und ein wenig gegoogelt zwecks der WLAN-LED. Ich wollte einfach nicht glauben, dass diese nicht leuchtet wenn das WLAN aktiv ist bzw blinkt wenn Traffic drüber geht. Nach 20min wusste ich folgendes:
- “linux-backports-modules-2.6.24-16-generic” für ubuntu installieren und dann soll es gehen bzw leuchtet sie dann, wenn das WLAN-Modul aktiv ist – Nee auch doof
- Dann wieder irgend einen Patch für 2.6.24 gefunden – auch nur leuchten
- Zwischen durch ein kleiner Kommentar, dass es mit dem aktuellen 2.6.26, und aktivieren von zwei Optionen im Kernel (CONFIG_IWLWIFI_LEDS & CONFIG_NEW_LEDS) leuchten und blinken soll !
Okay getestet – ne geht auch nicht…dann aber noch die Option CONFIG_IWL3945_LEDS gefunden, und in der Kombination mit der CONFIG_NEW_LEDS, leuchtet und blinkt nun meine WLAN-LED
Hier dann auch gleich meine Kconfig für das IBM Thinkpad R61. Viel Spass damit !
Google Chrome – Betatest
Sep 2nd
Gleich geladen und installiert…und so sieht er aus (mehr Bilder hier !)
Der erste Eindruck: Sehr schnell, Übersichtlich und Aufgeräumt.
Sollte mal eine Seite einen Fehler im Rendern erzeugen, dann stürzt nur der Tab ab und nicht der ganze Browser. Man kann im Task-Manager sehen, wieviel RAM & CPU-Zeit jeder Tab und jedes Plugins benötigt.
Mal sehen was Google daraus macht und wie Mozilla reagieren wird !
