IPv6 Adressen

Bahn-Streiks sind was tolles…da schafft man was 🙂

Aufbau einer IPv6 Adresse

128 Bit insgesamt. Die ersten 64-Bit sind für das Subnetz-Präfix reserviert, gefolgt von den letzten 64-Bit für den Host.

nnnn:nnnn:nnnn:nnnn:hhhh:hhhh:hhhh:hhhh

Jeder Block ist 16-Bit lang. Nullen am Anfang eines Blockes können gekürzt werden z.B.

2001:db8:0900:085a:0000:0000:0000:0002

würde also

2001:db8:900:85a::2

ergeben. Zusammen hängende Blöcke von Nullen können einmal ersatzlos gestrichen werden und müssen durch einen :: signalisiert werden. Andere Null-Blocks können als 0 geschrieben werden.

Beispiel:

2001:db8:0000:085a:0001:0000:0000:0002 => 2001:db8:0:085a:1::2

IPv6 Adressen werden in HEX geschrieben! Die o.g. Adresse würde im Dualsystem so aussehen

00100000 00000001:00001101 10111000:00001001 00000000::000000000 00000010

Arten von Adressen (unvollständig)

Die default-Route wird idR an 2000::/3 gerichtet. Das ist der globale Unicast und wird im Internet geroutet (RFC4291).

0:0:0:0:0:0:0:0 = ::/128 entspricht 0.0.0.0 unter IPv4.

0:0:0:0:0:0:0:1 = ::1/128 entspricht 127.0.0.1 also localhost unter IPv4.

FF00::/8 sind Multicast Adressen – siehe Multicast @ IANA.

Debian Lenny und SixXS – IPv6 Tunnel

Hier eine kleine Hilfe, für alle die Versuchen unter Debian einen IPv6 Tunnel zum laufen zubekommen.

Vorraussetzung ist, dass der Tunnel-Typ 6in4-static ist (Hier ist eure statische IP die Authentifizierung gegenüber SixXS). Sollte er Tunnel-Typ AYIYA sein, müsst ihr das Tool von SixXS benutzen, da ihr euch hier mit Username und Passwort authentifizieren müsst.

Auszug aus der /etc/network/interface:

auto sixxs
iface sixxs inet6 v4tunnel
  address Local-IPv6-IP
  netmask Prefix (zB 64)
  endpoint POP-IPv4-IP
  local Local-IPv4-IP
  ttl 64
  up ip link set mtu 1280 dev sixxs
  up ip route add default via POP-IPv6-IP dev sixxs
  up ip -6 route flush dev eth0
  down ip -6 route flush dev sixxs

Der Befehl up ip -6 route flush dev eth0 heißt, dass für die Netzwerkschnittstelle eth0 die IPv6-Routen gelöscht werden.

Ich hatte das Problem, dass kein IPv6 Paket sein Ziel erreichte. Erst nachdem ich mir die Ausgabe von ip -6 route show anschaute, wurde klar warum. Die Defaultroute für IPv6 war über eth0. Also fix gelöscht und siehe da, alle Pakete erreichen nun auch ihr Ziel.

– IPv6 Ready –